Gute Zeiten- Schlechte Zeiten!

Dieser Umstand hängt nur davon ab, auf welcher Seite man sich befindet...

Besitzt man z.B. ein Baugrundstück auf der Immobilienblase Hungerburg, eröffnen sich nun zwei Möglichkeiten: Man errrichtet sich ein Heim und lebt in guter Nachbarschaft- ein herzlich willkommener Zuwachs im sich ausdehnenden Stadtteil Hungerburg. Oder...

...man nimmt wahlweise mit "erfahrenen Partnern" als Architekt und/oder Bauträger die interpretationsfreudige Tiroler Bauordnung zur Hand und plant auf Herzenslust los- ganze (Wohn)Stockwerke werden nun unterirdisch angelegt oder einfach seitlich eingeschüttet und Voila'- schon maximiert sich die Nutzflächendichte im Handumdrehen und logischerweise auch der Gewinn bei Verkauf der so vervielfachten Wohnfläche.

Und dies, Ironie der für Tirol peinlichen Rechtslage, eben wegen der renovierungsbedürftigen TBO vollkommen legal und mittlerweile usus bei Großbaustellen auf der Hungerburg!

Die Folgen?

- Eine massive Beeinträchtigung der Lebensqualität und die damit einhergehende Wertminderung des Eigentums der unmittelbar betroffenen Anrainer...

-  "Schlupflöcher " der TBO ermöglichen rücksichtslose Gewinnmaximierung, gerade auf der Hungerburg schon mehrmals pratiziert...

- Ein Stadtrat bleibt mit seiner Philosophie zwangsweise auf der Strecke. Ein renovierungsbedürftiges Landesgesetz stuft ihn hier als frischen Wind zum lauen Lüftchen herab das  keinen Spekulanten kümmert.

Ironie am Rande: gerade die nun am schlimmsten unter der nächsten Megabaustelle leidenden Anrainer verzichteten damals mit dem für ihr Wohnprojekt verantwortlich zeichnenden Architektenbüro Henke und Schreieck ausdrücklich auf ein zusätzliches Geschoß.

Warum nun diese "altertümliche"  Philosophie der Architekten und Anrainer? Sorgsamer Umgang mit Ressourcen- Einfügung des Gebäudes in die Landschaft- Rücksichtnahme auf die Anrainer und noch mehr.

Der Verein kondoliert den Anrainern wie auch dem Neu- Hungerburger, der sich auf dem  Nachbargrundstück ein Eigenheim errichtet. Dieser baut  ebenfalls im "Rahmen des Gesetzes" und dennoch GANZ ANDERS!