Fahrrad fahren in der Fahrradstadt...

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Willi!

Als radfahrende Bewohnerin der Hungerburg ist für mich die Grenze des Erträglichen überschritten.

Als umweltbewusste Besitzerin von Freizeitickets und TirolTickets für mich und meinen Sohn (11 Jahre), sollen wir nun zusätzlich je € 80 (als Bewohner:in der Hungerburg/ € 140 (!) als Bürger:in der Stadt) für die Mitnahme in der Bahn bezahlen. (insgesamt ca € 1.350,-/Jahr)

Die Radmitnahme im Bus ist nicht erlaubt. Der Transport an Heckvorrichtung mir nicht möglich. Ein zusätzlicher Tarif sei laut Auskunft der IVB ebenfalls bereits angedacht.

Die Nordkettenbahnen nennen dies auf ihrer Webseite eine verträgliche Lösung in Zusammenarbeit u.a. mit der Stadt und der IVB. Die Verträglichkeit scheint ausschließlich eine einseitig, finanzielle zu sein.

Da ich auf Grund der aktuellen Verteuerungen und Einschränkungen des Transports mein Fahrrad für alltägliche Wege (Arbeit, Freizeit...) und Besorgungen (fehlende Infrastruktur, Nahversorgung...) nicht mehr benützen werde, und ich eine Befürworterin von Recycling und Secondhand bin, suche ich eine:n geeignete:n Nachfolger:in.

Falls Sie Interesse an meinem für mich nun sinnlosen Rad haben, können Sie es sich gerne abholen kommen. Der Transport in die Innenstadt ist mir leider nicht mehr möglich.

Mit freundlichen Grüßen! 

Eine Hungerburger Bürgerin (dem Verein Lebensraum Hungerburg am 06.01.2019 übermittelt)